Cybersquatter Definition

Was ist Cybersquatter?

In den Anfängen der Vereinigten Staaten reisten Pioniere nach Westen und beanspruchten Bundesland als ihr Eigentum. Diese Menschen wurden als „Squatter“ bezeichnet, da sie Rechte auf das Land beanspruchten, indem sie es einfach besetzten. Mitte des 18. Jahrhunderts, während des kalifornischen Goldrausches, wurden Hausbesetzer besonders prominent und besiedelten Land an der gesamten Westküste.

Anfang der 1990er Jahre begann ein neuer Goldrausch, aber diesmal ging es nicht um Gold, sondern um Domainnamen. Viele frühe Internetnutzer erkannten den potenziellen Wert prominenter Domänennamen und begannen, so viele Domänen zu registrieren, wie sie konnten. Im Laufe weniger Jahre wurden fast alle gängigen „dot coms“ registriert. Viele dieser Domänennamen wurden zu Investitionszwecken registriert, anstatt für legitime Websites verwendet zu werden. Diese Praxis wurde bald als „Cybersquatting“ bekannt.

Cybersquatter können zwischen einer einzigen Domain und einigen tausend Domainnamen besitzen. Diese „Domainers“, wie sie auch genannt werden, registrieren in der Regel Domainnamen, die beliebte Wörter und Ausdrücke enthalten. Hochkarätige Domänennamen können durch manuelle „Type-Ins“ Verkehr erzeugen oder einfach für potenzielle Käufer attraktiv sein. Einige Domainer, so genannte „Typosquatter“, registrieren Domänennamen, die bekannten Websites ähnlich sind, aber Tippfehler enthalten. Das Ziel dieser Domains ist es, durch falsch eingegebene URLs Besucher zu generieren. Im Allgemeinen profitieren Cybersquatter von ihren Domänennamen auf eine von zwei Arten: 1) durch die Generierung von Werbeklicks auf geparkten Seiten (einseitige Websites) oder 2) durch den Verkauf der Domänen zu einem beträchtlichen Aufschlag an Kaufinteressenten.

Während einige Cybersquatter durch den Verkauf hochinteressanter Domänennamen riesige Gewinne erzielt haben, waren andere gezwungen, Domänen an die rechtmäßigen Eigentümer abzugeben. Der Anticybersquatting Consumer Protection Act (ACPA) wurde 1999 verabschiedet und verleiht den Inhabern von Marken- oder eingetragenen Namen Rechtsansprüche auf einen entsprechenden Domänennamen. Generell besagt das Gesetz, dass Benutzer keinen Domänennamen registrieren lassen dürfen, der dem Namen einer bekannten Einrichtung gleicht oder ähnelt. Dadurch wird verhindert, dass Cybersquatter Geld von Unternehmen oder Einzelpersonen erpressen, indem sie sich einen bestimmten Domänennamen beschaffen.

Wenn es zu einem Streit über einen Domänennamen kommt, können die beiden Parteien den Fall vor Gericht bringen. Da dies jedoch ein zeitaufwändiges Verfahren ist, hat ICANN die einheitliche Richtlinie zur Beilegung von Streitigkeiten über Domänennamen (UDRP) entwickelt, die Markeninhabern ein einfaches Mittel an die Hand gibt, um Domänennamen von Cybersquattern zurückzuerhalten. Zwar gibt es auch heute noch Cybersquatter, doch haben die rechtmäßigen Inhaber bestimmter Namen nun eine einfachere (und wesentlich kostengünstigere) Möglichkeit, die ihnen zustehenden Domänennamen zu erhalten.

Die Definition von Cybersquatter auf dieser Seite ist eine Originaldefinition von SharTec.eu.
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